Und wieder Zypern, wieder im Aldiana - wenn ich richtig gezählt habe der 11. Aufenthalt ... Diesmal sehr früh ab 24.2. und für 2 Wochen.

Die Welt ist klein, mich holt derselbe Taxi-Fahrer ab wie im Vorjahr. Somit erfahre ich schonmal, dass der Winter so kalt und nass war wie lange nicht mehr. Es gab Stürme - er kannte sowas dort nicht - und Flüsse wo ewig kein Wasser mehr lief.
Zumindest ist die Insel für den Sommer gewappnet, denn die Stauseen sind voll. Und der wilde Fenchel am Strassenrand ist so gross, fett und grün wie noch nie.

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Schon daheim habe ich die Wettervorhersagen skeptisch beobachtet - und ja, sie haben leider Recht, denn das Wetter in Woche 1 ist kalt und unbeständig.
Da Zypernbike in dieser Woche nur Touren ab Kalavassos anbietet und kaum Radfahrer im Club sind, fahre ich allein. Das hat den Vorteil, dass ich die Route spontan entscheiden kann, je nach Wind und Regenradar.
Somit komme ich komplett trocken durch und schaffe am einzigen Tag mit guter Vorhersage sogar die Sykopetra-Tour (siehe unten).

Statt Radfahrer wird der Aldiana in dieser Woche von Läufern, Inline-Skatern und Ärzten bevölkert - und auffallend viele Schweizer sind da. Schön war es Barbara und George kennenzulernen, die täglich die Insel mit dem Auto erkunden und es u.a. bis zum Kloster Kykkos schaffen. Das Besondere: Sie haben ihre Carbon-Alphörner dabei und machen unterwegs Spiel-Stopps (erst dachte ich ja, die verarschen mich, aber die gibt's wirklich und passen sogar ins Handgepäck: https://swisscarbonalphorn.net).

In der zweiten Woche muss ich dann nicht mehr alleine fahren. Marc (alias Gianni) ist da und wir sind nun meist mit Zypernbike (Anna und Yannick) unterwegs.

Touren-Highlights:

  • Sykopetra alleine: Nach der flachen Anfahrt nach Limassol folgt der erste Traum-Anstieg nach Passieren des Germasoigea-Staudamms. Man hat tolle Ausblicke zurück aufs Meer. Runter nach Arakapas und schon geht es wieder hoch. Unvermittelt nach einer Linkskurve taucht am Hang klebend Sykopetra auf. Und ab hier wird es auch länger übel steil. Eine richtig Passhöhe gibt es nicht, es geht wellig in vielen Kurven nach Palaichori und dann auf breiter Strasse runter bis Apliki. Nun folgt der dritte Anstieg am Palaichori-Stausee vorbei über Farmakas zum Odou-Pass.
    Dies ist auch der höchste Punkte der Tour. Tolle Abfahrt über Odou, noch ein paar Wellen bei Melini und ein Gegenanstieg nach Vavla hoch, dann rollt man locker nach Hause.
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  • Gourri mit Marc: Der Klassiker. Marc und ich fahren die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn un variieren bei der Anfahrt. Wir nehmen die neue Strasse von Delikipos nach Lythrodontas und von dort die Abkürzung direkt zum Campingplatz (kurzes Schotterstück, ca. 300m).
    Wir haben Kionia immer im Blick und schrauben uns den schönen Anstieg zum Machairas-Kloster hinauf. Weiter wellig bis Gourri, ehe der letzte Anstieg wieder nach Farmakas führt, Heimweg wie bei der Sykopetra-Tour.
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  • Kionia mit Marc: Anfahrt nach Agios-Vavatsinias über Choirokoitia, Vavla, Ora. Ab hier dann eine neue Variante direkt nach Kionia hoch. Traumhafte Ausblicke, konstante gut fahrbare Steigung. Den Stichweg zum Kionia-Gipfel lassen wir aus, militärisches Sperrgebiet. Der Pass liegt auf über 1200m, dort erstmal Fotostopp.
    Sehr schöne Abfahrt bis Kapedes, von dort klassisch über Sia zurück.
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Danke an die "Stöckli"-Karin, Barbara und George, Marc, Hansi, Stefan und ans gesamte Zypernbike-Team.

Nach dem Heimflug-Desaster von 2018 (Zusatzübernachtung in Wien) geht flugtechnisch diesmal alles gut - nur die Landung im Sturm in Frankfurt kostet einiges an Nerven ...

Nachtrag: Alle Bilder dieses Urlaubs findet ihr hier.