Ja, schon wieder Zypern, wieder mit Anke, wieder im März – aber diesmal ganz anders:

Chefkoch und Strickliesel

Vielen Dank an Tanja, die dieses Prachtbild netterweise schon auf facebook mit folgendem Kommentar veröffentlicht hat: „Weltklasse! Chefkoch und Frau @ Work. Anke arbeitet gerade an der Herstellung meiner neuen Radhose.“

Wusste gar nicht, dass wir sooo fotogen sind ;-)

Natürlich war das kein Strandurlaub, die Helmstreifen sprechen Bände ;-)
Es ging wieder mit 2 Radkoffern und – seit La Palma meiner neuen Lieblingsfluggesellschaft – Condor auf die Insel. Wie schon im letzten Jahr wurden die Rennradtouren von den Racing-Students betreut. Und auch viele Stammgäste sind wieder da: Tanja, Ute, Inga und Angela, Petra und Uwe, Ingrid und Michael, Mareen und Matze …

Dienstag, 08.03.11: Arsch glatt


Wie man aus dem Wortspiel erahnen kann, hat das Wetter diesmal nicht ganz mitgespielt. Die erste Ausfahrt mit Diesel ist schnell und schön, bis uns 15 km vorm Hotel dieses kleine Unwetter erwischt. Zahnspülung – so macht Gruppe fahren Spaß ;-)
Zurück auf dem Zimmer:
A: „Karsten, mir ist so was blödes passiert, Du darfst nicht schimpfen!“
K: „Was denn?“
A: „Es war da unten auf der Rampe so glatt, ich hab mich da aufs Maul gelegt“
K: „Kein Problem, ich auch.“

Fazit: 2 Dumme, 1 Gedanke, oder so ähnlich …

Mittwoch, 09.03.11: Verhagelt


Nun ist es also da, das angekündigte schlechte Wetter. Wieder geht es mit Diesel auf Tour. Schon vor Maroni gibt es den ersten Platten – und es ist so dunkel, ich spiele mit dem Gedanken umzukehren. Weiter über Psematismenos, bei Choirokoitia wird es heller. Doch je höher wir den Anstieg Richtung Vavla erklimmen, je näher rückt die dunkle Front – die dann pünktlich auf der Passhöhe ihre Schleusen öffnet. Kein Regen, Hagel!

Wir ergreifen die Flucht und zurück in Choirokoitia ist es sogar wieder trocken. Es geht noch durchs Orangental, doch weiter hält das Wetter nicht mehr …

Donnerstag, 10.03.11: Arsch kalt


Eigentlich Ruhetag, doch nach der kurzen Etappe gestern wird trotzdem gefahren. Und gut, dass ich die Winterklamotten eingepackt habe, ist das frisch!
Es geht mit Anke zum Kloster Stavrovouni, wir treffen Ute, Tanja und Uwe, die vor uns gestartet sind.

Tanja, Ute, Anke, Uwe

Zurück geht es mit Ute und Anke noch über Klavdia. Zum Glück haben wir im Wellental krassen Rückenwind, denn hier müssen wir wieder vor dem Regen flüchten, was uns aber diesmal gelingt :-)
Dafür tauen bestimmte Ärsche gar nicht mehr auf ...

Freitag, 11.03.11: Radkurier


Die Vavatsinia-Runde mit Diesel. Wieder schnell und auch noch steil. Anke unterhält derweil Gruppe 3 und Felix hat einen neuen Spitznamen:

Radkurier ...

A: „Und was hast Du früher gearbeitet?“
F: „Ich bin berufsmäßig Radgefahren.“
A: „Ach dann warst Du Radkurier!“

Mehr zum Radkurier findet man hier.

Samstag, 12.03.11: Zum Kotzen


Die Runde nach Agios Soziomenos soll wegen der Königsetappe am Sonntag eigentlich ruhiger werden – wenn da nicht der Cervelo-Alex mitfahren würde. Ist ja schön, dass man mit so einer Zeitfahrmöhre schnell fahren kann. Blöd nur, wenn man später nicht mehr vorne fährt und das Gruppe-Fahren so gar nicht beherrscht ...

Themawechsel. Ingrid und Michael habe ich seinerzeit 2006 hier kennengelernt. Doch statt mit Michael auf dem Rad zu sitzen, sitzt der arme Kerl seit Tagen vor der Schüssel. Er hat sich den Noro-Virus gefangen :-(

Dafür mache ich endlich mal Ausgleichsport. Nein, ich meine weder Magendehnen noch Lebertraining, das ist hier ja obligatorisch (ich sag nur Caipi-Anke). Ingrid zockt mich regelmäßig beim Kicker ab. Nur an einem Abend hab ich mal gewonnen – oder sie hat mich gewinnen lassen ;-)

Sonntag, 13.03.11: Happy Day


Heute muss es endlich klappen. Im letzten Jahr gab's die Palaichori-Tour nur in der ersten Woche – und da musste ich damals abdrehen.

Ich hasse diesen Anstieg nach Vavla, Leiden garantiert. Es geht wellig über Melini und Eptagoneia nach Arakapas. Und hier hört das Gruppe-Fahren auf. Der lange Anstieg über Sykopetra ist das Highlight dieser Tour. Und aus dem Ort raus wird es erst richtig steil …

Schnelle Abfahrt an Palaichori vorbei und nochmal knackig nach Farmakas rauf. Pause.

Farmakas

Zurück über Odou, Melini, Kellaki, Asgata. Und diesmal hab ich noch Reserven. Eine schöne Königsetappe mit 134 km und gut 2500 hm.

Und ich wusste ja, dass er an diesem Tag auch auf die Insel kommt, aber nicht, dass er auch im Aldiana wohnt: Beim Abendessen steht auf einmal Flo vor mir …

Montag, 14.03.11: Klatsch und Tratsch


Ruhetag. Zeit für andere Dinge. Geht das was zwischen Tanja und Diesel? Darüber spekulieren viele. Und es gibt auch genügend „Geburtshelfer“ ;-)
Neu in diesem Jahr dabei: Eva mit Sohn Simon. Die Unterhaltungen mit Simon waren echt Klasse – und Eva hat mit ihrer Aktion „Füße kühlen“ ein neues geflügeltes Wort geprägt ;-)

Dienstag, 15.03.11: Allahu Akbar


Wenn Flo schon da ist, müssen wir auch gemeinsam fahren. So geht es zu viert – neben Flo und mir sind auch Anke und Peter dabei – nach Famagusta.

Dort war ich bisher nur einmal, und obwohl die Tour vom Profil her eher langweilig erscheint, ist sie doch besonders. Es geht in den türkischen Teil Zyperns. Zum Empfang pünktlich um 12:00 begrüßt uns der Muezzin mit „Allahu Akbar“. Die Innenstadtbesichtigung sparen wir uns (zum Leidwesen von Anke), dafür gibt es einen romantischen Kiosk-Stopp.

Peter und Anke

Famagusta

Den von Flo gewählten Rückweg bin ich noch nie gefahren. Der angekündigte Wüstenabschnitt der Tour ist allerdings grün statt karg, Flo hat das in all seinen Jahren auf der Insel noch nie so grün gesehen.

Mittwoch, 16.03.11: Schlauchreifen Teil 1


Die letzte Tour mit Diesel, da Andi die nächsten Gruppe-5-Touren guiden wird. Es geht nach Germasoigea – und diesmal müssen wir nicht wegen Hagel abbrechen. Im Gegenteil, es ist hier jeden Tag wärmer geworden :-)

Abbrechen muss in Akrounta aber der Cervelo-Alex. Vorne platt. Den Ersatz-Schlauchreifen muss Diesel montieren, da sind Triathleten scheinbar überfordert ;-)
Nur blöd, dass beim Aufpumpen das Ventil abreißt …

Donnerstag, 17.03.11: Relax


Nix Rad. Kein km. Aber Strand ist auch anstrengend ;-)
Und wer am Vorabend zu tief ins Glas geschaut hat …

noch'n Caipi!

... ist froh über Stricken statt Radfahren ;-)

 

Freitag, 18.03.11: Schon wieder Vavla


Neuer Guide, altes Spiel. Auch Andi fährt mir rauf nach Vavla zu schnell. Die Runde nach Vavatsinia ist noch schneller als in der Vorwoche. Denn mit Norbert und Roman sind zwei „Tiere“ dabei, die vorne richtig drücken. Und so geht es auch am Samstag weiter …

Zeit für eine Tourenkritik. Die werden von Zypernbike ausgesucht – und gehen mir mittlerweile auf die Eier. In Woche 2 werden dieselben Touren wie in Woche 1 gefahren. Schwachsinn, es gibt genug Variationsmöglichkeiten. Und wie oft ist eigentlich dieser blöde Anstieg nach Vavla im Programm?

Samstag, 19.03.11: Schlauchreifen Teil 2


Gruppe 5 mit Andi: Es werden immer weniger. Heute ist Armin mit einem Felt-Geschoß dabei, ansonsten nur noch Norbert, Roman und ich. Bei Lympia hat Armin platt. Schlauchreifen. Der Kleber lässt nicht locker, Norbert schafft es irgendwie mit Gewalt. Weiter. Gruppe 4 überholt uns kurz nach dem Restart. Kurz vor der Pause in Analiontas hat Armin wieder platt – und natürlich keinen zweiten Schlauchreifen dabei.

So geht es nur noch zu viert zurück. Und Norbert und Roman machen in der Führung richtig Tempo. Beim Kloster habe ich Schwierigkeiten im Windschatten dranzubleiben, selbst Andi leidet. Am Ende 130 km, 1000 hm, 33er Schnitt. Ich habe fertig.

Sonntag, 20.03.11: Der Kreis schließt sich


Wie es begann, so endet es auch: Das Wetter spielt nicht mit, es regnet. Der Start wird verschoben und so starte ich mittags mit Anke in Gruppe 4 mit Jonathan. Immerhin bleiben wir trocken und schaffen noch eine schöne Runde über Kalavasos, Asgata, Monagrouli und Orangental. Und kurz vorm Aldiana zischt es dann noch heftig, vorne platt. Anke ist Schuld. Jonathan bringt das so glaubwürdig rüber, ich bepisse mich innerlich ;-)

Fazit


Der Abschied von Zypern fällt schwer. Es war eine tolle Zeit, danke an alle, die dazu beigetragen haben!

Und nach dem Flugdesaster vom Januar soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Zypern-Fliegerei mit Radkoffern problemlos und pünktlich geklappt hat. Danke Condor ;-)