Teil 2 des Italien-Urlaubes. Nach der harten Carpegna-Tour nehmen wir Abschied von Marken und fahren über die Bocca Trabaria (schöner Pass, 1049 über NN) und Monte San Savino (Baguette-Pause) in die Toskana.

Unser Hotel in Strove liegt traumhaft auf eine Anhöhe am Monte Maggio. Nur leider kann das gebuchte Zimmer da nicht mithalten. Die Stimmung kippt und der spontane abendliche Ausflug nach Siena wird zum zwischenmenschlichen Desaster. Ich sag nur "Lost in Siena" ...

Siena

Eine Nacht halten wir in dem Drecksloch aus, danach wissen wir, dass das Hotel auch gute Zimmer hat. Das geben wir auch nicht mehr her.

 

Chianti (Rennrad)

Unser erster Toskana-Ausflug - ohne Guide. Schon in Poggibonsi kommt es zu einer ausgedehnten Stadtrundfahrt, leider ungewollt. Nachdem ich den richtigen "Ausgang" gefunden habe sind wir direkt im Weinanbaugebiet Chianti. Das Wetter spielt mit und wir können weit bis nach Siena schauen.

Chianti

Die Landschaft ist geprägt vom Weinbau, man passiert oft Weingüter und wir halten für einen Capuccino in Castellina. Hier kommen wir mit unseren deutschen Tischnachbarn ins Gespräch, die morgen die L'Eroica fahren wollen. Weiter geht es über Radda, Lecchi, Pianella und über Siena und Monteriggioni zurück nach Strove.

 

Crete Senesi (Rennrad)

Schon bis zur Crete verbrauchen wir mehr Körner als geplant. Die Wellen bis Pievescola sind nicht ohne und danach geht es bis auf 500 m auf den Passo dell'Incrociati. Die Abfahrt bietet wieder tolle Ausblicke bis Siena. Hinter San Rocco wird es dann experimentell. Der Asphalt hört auf - und so testen wir den weissen Toskana-Schotter, der ab einer bestimmten Steigung keinen Spass mehr macht. Danach habe wir uns eine Pause verdient und in Ville di Corsano gibt es einen hervorragenden Cappucino. Und die Stärkung ist auch nötig, denn hier fängt die Crete Senesi an. Die ist zwar optisch sehenswert ...

Crete Sensei

... aber die Rampen haben es in sich, oft > 15%. Und wer Anke kennt, weiss, wie "gerne" sie sowas fährt. Das Gelände bleibt so bis Asciano, hier treffen wir kurz auf die L'Eroica und schauen uns das Spektakel an.

L'Eroica

Doch zurück nach Siena ist es noch ein ganzes Stück. Die Rampen sind zwar nicht mehr ganz so giftig, doch dafür bläst uns nun ein kräftiger Gegenwind ins Gesicht. In Arbia Cappucino-Not-Stopp. Ein Beerdigungszug passiert den Kiosk - passt irgendwie zur Stimmung ;-)

 

Florenz (Auto)

Darauf hat sich Anke schon vor dem Urlaub am meisten gefreut: Auf Florenz! Wir finden einen Parkplatz über der Stadt am Piazzale Michelangelo, hier beginnt die "Wanderung" ;-)

Blick vom Parkplatz auf die Stadt:

Florenz

Ponte Vecchio:

Florenz

Dom:

Florenz

Shopping:

eingekauft ...

 

Siena und Chianti (Auto)

Ungeplant folgt die nächste "Städtereise", denn das Wetter ist umgeschlagen und es regnet. Nach "Lost in Siena" nun also "Siena in the rain". Es regnet nicht nur, es schüttet, und so haken wir das Radfahren ab und machen noch einen Ausflug nach Castellina und Greve.

Greve

 

San Gimignano und Volterra (Rennrad)

Auch heute geht es touristisch weiter, allerdings ohne Auto. Die beliebten Orte San Gimignano

San Gimignano

und Volterra

Volterra

sind die Ziele unserer Radrunde. Das Cafe in Volterra ist nach dem langen Anstieg zur Stadt unsere Rettung. Cappucino und Stückchen sind super :-)

 

Radicondoli (Rennrad)

Letzer Tag. Warum geht das immer so schnell vorbei? Die improvisierte Runde führt wieder über den Passo dell'Incrociati nach Rosia. In Frosini gibt's den Cappucino-Stopp. Woher hat Anke eigentlich das glückliche Händchen bei der Auswahl der Futterstellen? Die sehen oft so schäbig aus, aber Getränke und Essen sind dann super :-)

Hinter Frosini wird es dann einsam, kaum noch Autos. Wir finden noch die Erklärung für den "rauchenden Wald" in Form eines Erdwärmekraftwerkes.

Erdwärme-Kraftwerk

Bei Radicondoli wird es dann immer dunkler, die Wettervorhersage (Regen) scheint Recht zu behalten.

Radicondoli

Die Regenflucht verläuft zwar lange erfolgreich, doch kurz vor Mensano ist es dann soweit:

schauern ...

Der kurze Schauer und die dazu passende Baustelle sauen die Räder komplett ein. Doch die Stimmung kann uns das Wetter nicht verhageln, denn die letzte Toskana-Tour war auch die Schönste :-)