Vorspiel

Monatelang war die Transalp kein Thema für mich. Klar habe ich mich gefreut einen Startplatz zu haben, aber es ist ja noch so lang hin und außerdem hab ich das ja schon zweimal mitgemacht. Doch Ende Juni macht sich Anspannung bemerkbar, die sich täglich steigert. Warum eigentlich?


Prolog Samstag, 05. Juli

Um 9:15 treffe ich in Darmstadt bei Corinna ein und nach dem Umladen geht die Reise weiter Richtung Oberammergau, wo wir kurz nach 14:00 eintreffen. Hier warten schon unsere jeweiligen Teampartner Sandra und Markus. Nach der Einschreibung suchen Markus und ich uns einen Platz im Camp, anschließend geht es mit Corinna, Sandra (Attacke aus dem D-Block) und Paul noch in die Stadt zum Kuchen essen.

Corinna und Paul

Leider ist im Cafe gerade ein Altenheim eingefallen, aber so können wir uns schon an das Schlangestehen gewöhnen …

Zur Pasta-Party treffen wir dann noch weitere Teams aus Ffm und Umgebung: Hürzi-Jäger (Thomas und Martin), Prinzenpaar (Anke und Stefan), später dann noch kurz die Wasserträger (Sonny und Britta). Schade, dass Britta schon angeschlagen an den Start geht …


Stage1: Oberammergau – Sölden

Die erste Nacht auf dem Feldbett im Camp war schrecklich. Jedenfalls sagt mir das mein Rücken unmissverständlich. So was kann ich nun gar nicht gebrauchen.

Camp Oberammergau

Wir sind viel zu früh wach und haben auch nach dem Frühstück noch ewig Zeit bis zum Start. Mit Start-Nr. 122 starten wir heute in Block B. Bis um 10:00 war ich noch x-mal pinkeln – und dann geht’s los. Zusammen mit dem Prinzenpaar rollen wir über die Startlinie.

Oberammergau

Bis zum Hahntennjoch ist die Etappe praktisch flach – und da die Strecke nicht wirklich voll gesperrt ist, führen stehende Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn immer wieder zu Feld-Stauchungen. Schon am Plansee hat es eine größere Gruppe erwischt. Im Feld sehe ich öfters das Prinzenpaar sowie die Hürzi-Jäger. Das Tempo ist hoch und als das Hahntennjoch in Sichtweite kommt, weiß ich auch warum: Wir sind am Ende der riesigen Spitzengruppe.

Einstieg Hahntennjoch

Von nun an trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Es ist mir zu heiß und ich sage noch zu Markus, hoffentlich steht in den oberen steilen Rampen gleich nicht die Sonne drin. Mein Wunsch wird mir erfüllt. Kurz nach der ersten Verpflegung verdunkelt sich der Himmel und es fängt an zu schütten. Oh nein!

Hahntennjoch

Bis auf die Passhöhe ist mir der Regen ja egal, aber die steile Abfahrt nach Imst runter macht im Regen gar keinen Spaß. Nach Imst muss ich erstmal was essen, außerdem geht die Leistung in den Keller. Nach den kurzen Rampen bei Roppen folgt die 2. Verpflegung und wir biegen ins Ötztal ein. Hier läuft es dann langsam wieder besser (nur der Rücken zwickt) und wir erreichen irgendwann Sölden.

Markus

Was vorher schon klar war: Ich bin das limitierende Element in unserem Team. Markus ist bergauf schon ein ganzes Stück stärker. Wir fahren zusammen, im letzten Viertel eines Passes fährt Markus dann vor, weil ich in der Abfahrt schneller bin. Diese Taktik haben wir heute beim Hahntennjoch angewandt – und sie hat sich auch für den Rest der Tour bewährt.

Etappendaten:
Rang: 81.
Zeit: 4:53.13,4
Rückstand: 43.28,1
Overall: 161.
Total:
Ges.Rang:

In Sölden gibt es kein Camp. Die Camp-Schläfer werden (kostenlos) in Pensionen untergebracht – schöne Geste, wenn da nicht das Taschenschleppen wäre …
Das Wetter verschlechtert sich und es fängt an zu schütten. Mit dem Shuttle in der Pension angekommen sind wir etwas enttäuscht, da wir uns das Zimmer mit einem weiteren Team teilen müssen. Doch auch nach der Pasta-Party keine Spur von Team „53-11“ (unsere erste Vermutung, dass das Team evtl. in einen Sturz verwickelt war oder aufgegeben hat bestätigt sich zum Glück nicht, sie tauchen auf allen Etappen in den Ergebnislisten auf).


Stage2: Sölden – Brixen

Was für ein Wetter. Die gestrige Vorhersage mit 90% Regenwahrscheinlichkeit war noch geschönt. Wir müssen sehr früh frühstücken, da der letzte Shuttle um 7:15 fährt - warum eigentlich? Und was zieht man bei dem Wetter an?

Meine Stimmung ist mies. Auch der Hauswirt verzieht sein Gesicht, als ich ihn nach den Aussichten frage. Hilft alles nix. In der Sölden-Arena leg ich mich noch mal ab ehe wir uns kurz vor 9:00 in den Regen stellen.

Wie erwartet gewöhnt man sich bergauf schnell an den Regen und so gibt nur die kurze Zwischenabfahrt nach Hochgurgl einen Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Markus fährt wenig später wieder voraus und ich lasse die 1. Verpflegung auf der Timmelsjoch-Passhöhe links liegen.

Timmelsjoch

Nach dem Tunnel zerschlägt sich die letzte Hoffnung auf besseres Wetter – im Gegenteil, hier regnet es noch stärker. Diese Abfahrt zählt nun zu meinen Top 5 der schlimmsten Alpenabfahrten. 28 km bergab von 2500 m auf 800 m runter. Bremswirkung miserabel. Die Hände sind kalt und schmerzen vom Bremsen. Der Körper kühlt langsam aus. Die Zähne fangen an zu klappern, dann zittert der ganze Körper und schließlich das Rad mit. Ich riskiere nix und komme irgendwann heil unten an.

Mit Markus geht’s nun in den Jaufenpass. Erst mal einen Powerbar reinschieben und was bin ich froh über die Steigung, endlich wird mir wieder warm. Der Jaufen zieht sich wie Kaugummi. Zudem hängt er oben in den Wolken, so dass man kaum vorausschauen kann. Obwohl ich den Pass kenne taucht die Passhöhe nicht auf. Endlich – die letzte Kehre und wenig später bin ich schon in der Abfahrt. Obwohl oben mal kurz die Sonne rauskommt, der Regen hört nicht auf. Hier kann man etwas schneller abfahren als vom Timmelsjoch und bei Sterzing fahre ich wieder auf Markus auf.

Abfahrt Jaufen

Mit einer guten Gruppe geht es Richtung Brixen und etwa 15 km vorm Ziel dann das Wunder: Es regnet nicht mehr. Dafür gibt es noch 2 fiese Steigungen in den Weinbergen ehe wir die erste trockene Abfahrt dieser Tour nach Brixen runter genießen können (und vor lauter Übermut hätte es mich da fast zerrissen …).

Etappendaten:
Rang: 85.
Zeit: 5:22.29,7
Rückstand: 1:16.54,5
Overall: 159.
Total: 10:15.43,1
Ges.Rang: 85.

Die Zielverpflegung durften wir im trockenen genießen, aber beim Fußmarsch abends zur Pasta-Party gab’s den nächsten Wolkenbruch …

Camp Brixen

Und ganz traurig: Britta (Team Wasserträger) muss aufgeben. Sehr schade, zumal ich bei diesem Team „Geburtshilfe“ geleistet hatte.


Stage3: Brixen – St. Vigil

Heute Morgen ist es trocken. In den umliegenden Bergen hängen zwar noch dunkle Wolken, doch ich bin zuversichtlich. Die heutige Etappe ist zwar die kürzeste, doch das Verhältnis km zu hm ist extrem. Hier bin ich vor 2 Jahren ziemlich eingegangen.

Aus Brixen heraus geht es direkt ins Würzjoch. Schon hier muss ich mich quälen, was ich ja sehr ungern tue. Zudem gibt es heute keine Aussicht auf die tollen Dolomiten, leider alles Wolkenverhangen. An der ersten Verpflegung pokere ich mal wieder und fahre vorbei. Nach der Passhöhe folgt eine relativ kurze Abfahrt, die Strasse schlängelt sich mit mehreren Gegenanstiegen am Hang entlang, bevor es dann doch noch krass runter nach Zwischenwasser geht. Bis zum Furkelpass bleibt es „wellig“ und vor der 2. Verpflegung gibt es schon üble Rampen. Bleibt noch der Furkelpass (unter uns auch Ferkelpass oder Furunkelpass genannt).

Furkelpass

Meine Erinnerung täuscht, ich hatte die steilen Rampen schon vor dem Ort erwartet. Egal, dieser Pass tut richtig weh, weil es länger pervers steil ist – und mein Rücken zwickt auch wieder. Nach der letzten Rampe kurz vor der Passhöhe fängt es an zu tröpfeln und so muss ich auf der Abfahrt leider wieder rausnehmen.

Abfahrt Furkelpass

Der kurze Schauer hat gereicht um total nass in St. Vigil einzulaufen.

Etappendaten:
Rang: 93.
Zeit: 4:33.01,8
Rückstand: 1:09.45,9
Overall: 165.
Total: 14:48.44,9
Ges.Rang: 87.

St. Vigil ist neben Brixen der 2. Etappenort, in dem die Organisation stimmt. Das Camp ist in einer Schule untergebracht und wir in einem Klassenzimmer mit 4 weiteren Teams.

Anke

Besonders positiv ist die Abendverpflegung zu erwähnen. Die haben nicht erst um 18:00 sondern schon früher geöffnet, so dass das lästige Schlangestehen ausbleibt.


Stage4: St. Vigil – Sexten

Der Start ist heute bis Zwischenwasser neutralisiert. Davon ist in der Abfahrt aber nix zu merken. Im Tal Richtung La Villa wird richtig Gas gegeben und als es dann irgendwann wieder langsamer wird, kann ich weit vorne das Führungsfahrzeug erkennen. Markus habe ich leider in dem Getümmel verloren. So überlege ich bei der Auffahrt zum Passo Valparola, ob er vor oder hinter mir ist.

Passo Valparola

Hat er eine Panne oder sonst ein Problem? Oder ist er doch längst an mir vorbei? Egal, taktisch gesehen muss ich weiterfahren.

Passo Valparola

An der Verpflegung auf der Valparola-Passhöhe fahre ich durch, die folgende Abfahrt nach Cortina d’Ampezzo ist eigentlich langweilig und einfach, trotzdem gab es hier Stürze. Nun folgt für mich Neuland in den Dolomiten, bisher war die Strecke ja identisch mit der 2006er Transalp. Auf der Strecke kann ich meine Leistung heute nicht einordnen, ich merke nur, dass ich mit anderen Leuten unterwegs bin als bei den letzten Etappen. Ab Misurina geht es ewig abwärts, ich finde eine gute Gruppe, die ich dann aber im letzten leichten Anstieg nach Sexten ziehen lassen muss. Im Ziel sehe ich Markus – und er hat mir über 30 min. abgenommen. Meine Zeit heute war grottig, scheinbar brauche ich doch jemanden neben mir, der mich in den Allerwertesten tritt …

Etappendaten:
Rang: 117.
Zeit: 3:58.04,4
Rückstand: 49.23,9
Overall: 242.
Total: 18:46.49,3
Ges.Rang: 93.

Zum Glück waren wir mit dem Prinzenpaar noch Kaffeetrinken – sonst hätte ich die ewige Schlange bei der abendlichen Essensausgabe nicht überlebt. Das Essen selbst war auch nicht so toll, so dass wir noch Pizza essen waren.

Sexten


Stage5: Sexten – Falcade

Heute folgt die Königsetappe – und ich bin immer noch angefressen ob meiner gestrigen Leistung. Am Start dann noch eine böse Überraschung: Mein hinterer Mantel ist an einer Stelle durchgebremst. Keine Zeit mehr zum Wechseln, muss heute noch halten …
Der Kreuzbergpass ist schnell bezwungen und auch der Passo San Antonio fährt sich leicht. Die Abfahrt ist geil, leider gibt es hier wieder üble Stürze. Es folgt eine wellige Passage bis Venas, hier läuft es besser als erwartet und wir fahren auf eine große Gruppe u.a. mit den führenden Damen auf. Nur die versprochene Verpflegung kommt nicht, sie folgt erst im Anstieg zum Passo Cibiana.
Hier fange ich an zu zweifeln und frage Markus, ob ich so scheiße drauf bin oder ob das Ding so steil ist. Zum Glück „nur“ steil …
Danach folgt noch der Staulanza, nicht steil, aber von dieser Seite ewig lang.

Sonny am Passo Staulanza

Und etwa in der Mitte des Anstieges überholt uns das Fine Gara. Auch hier trügt meine Erinnerung, denn nach der 2. Verpflegung in den Kehren habe ich schon die Passhöhe erwartet, das dauert dann doch noch länger. Auf der Abfahrt gibt’s schon kräftig Gegenwind, der in den steilen Passagen wenig stört. Doch im flacheren Teil ab Caprile hat man voll den Fön im Gesicht. Ohne Gruppe geht da gar nix. In Cencenighe ist der Spuk vorbei, na ja, den langen Tunnel mag ich nicht, aber zumindest ist es relativ kühl. Denn nun wird es noch mal richtig bitter. Die letzten 7 km bis Falcade sind steil und heiss, ich bin subjektiv kurz vorm Hitzschlag. Endlich, das Ziel und erstmal ne Wasserdusche.

Etappendaten:
Rang: 98.
Zeit: 5:13.56,5
Rückstand: 1:02.05,3
Overall: 176.
Total: 24:00.45,8
Ges.Rang: 89.

Bis auf die schlechte Ausschilderung des Camps gefällt mit Falcade. Wir sind wieder in einer Schule untergebracht und finden dort ein ruhiges Nachtlager. Auch Pasta-Party und Frühstück in unmittelbarer Camp-Nähe sind gut.

Falcade

Nur das Prinzenpaar macht mir heute Sorgen, da hat es unterwegs ordentlich zwischenmenschlich gekracht, so dass die Folgeetappe getrennt gefahren wird …


Stage6: Falcade – Feltre

Eigentlich finde ich es schade, dass wir heute nicht den Passo San Pellegrino fahren.

Thomas und Martin - Start Falcade

Doch der Passo Valles ist auch übel – zumal bei mir heute nicht viel geht. Nachdem mich Markus für die gestrige Etappe gelobt hat, merke ich heute, dass er mit meiner Form nicht zufrieden ist. Nachdem ich den Passo Valles endlich hinter mir habe folgt nach einer kurzen Abfahrt der Passo Rolle. Der ist nicht steil und hier läuft es dann auch etwas besser.

Passo Rolle

Sehr geil ist die folgende etwa 25 km lange Abfahrt nach Fiera di Primiero. Doch dann kommt es ganz dick. Der Passo Cereda ist wieder so steil, dass ich schnell im letzten Gang bin. Auch meine Motivation ist im Keller. Wie soll ich das Ding schaffen? Doch irgendwie gelingt auch das – nur ist damit erst die halbe Etappe geschafft und ich bin am Ende.

Passo Cereda

Von hier ab fehlt mir die Erinnerung. Es gab nur unendlich viele kleine Gegenanstiege, an denen ich jedes Mal hinten aus der Gruppe raus gefallen bin – armer Markus …
Irgendwann erreichen wir Pedavena. Der Ort ist geschmückt und ich erwarte in kürze das Ziel. Doch es dauert. Markus fährt vorne raus, ich fahre am Camp vorbei, an der Pasta-Party, es geht immer weiter bergab – auch mit meiner Stimmung. Als ich laut rumfluche merke ich erst, dass jemand in meinem Windschatten hängt – wir wechseln uns ab und retten uns ins Ziel.

War das die Quittung für die schnelle Königsetappe? Egal, für mich ist es die schlimmste Etappe dieser Transalp.

Etappendaten:
Rang: 117.
Zeit: 4:37.44,6
Rückstand: 1:06.57,6
Overall: 235.
Total: 28:38.30,4
Ges.Rang: 95.

Und auch das Camp ist das Allerletzte.

Camp Feltre

Zusammengepfercht in einem viel zu kleinen Tenniszelt und gerade mal 2 Toiletten - das ist eine Zumutung. Es gibt Etappenorte, die möchte ich nie wieder bei einer Transalp sehen, dieser gehört dazu.


Stage7: Feltre – Bibione

Schlussetappe. Schon im Vorfeld habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, was eine Flachetappe bei einer Transalp zu suchen hat und vor allem, wie überlebt man die sturzfrei?

Start Feltre

Es geht sofort zur Sache, der B-Block wird ab und an mal durch das Führungsfahrzeug eingebremst, dazwischen werden die Lücken wieder gnadenlos zugefahren, was vor allem im hinteren Bereich richtig Kraft kostet. Markus und ich fahren heute getrennt. Das ist auch gut so, in diesem Chaos noch dauernd nach dem Partner schauen würde den Stress noch erhöhen. Trotzdem fahren wir bis zur ersten Verpflegung quasi zusammen und auch Thomas und Martin (Hürzi-Jäger) sehe ich oft. Doch meine Getränkevorräte sind schnell aufgebraucht und so muss ich an der Verpflegung halten – tschüß B-Block.

Danach ist erstmal nix mit Gruppe. Ich hänge mich an ein paar Einheimische dran, doch die biegen ab. Nach 5 km Alleinfahrt laufen 2 Schweden auf mich auf – und die haben Power. Wir wechseln gut durch, doch dann ist die Spitze von Block C im Anmarsch und wir reihen uns dort ein. Die Gruppe läuft schlecht – so geht es winklig Richtung Bibione. An der 2. Verpflegung rauschen wir vorbei. Die Marshals verpennen eine Abzweigung was zu Chaos und Sturz im Feld führt. Irgendwann kurz vor Bibione zerfällt die Gruppe – ich rolle mit dem gemütlichen Teil ins Ziel und bin heilfroh, „überlebt“ zu haben. Markus ist schon 5 min. da – und geil, es ist vorbei, geschafft!!!

Etappendaten:
Rang: 110.
Zeit: 3:59.47,7
Rückstand: 9.16,9
Overall: 214.
Total: 32:38.18,1
Ges.Rang: 92.

In diesem Moment ist mir allerdings nicht nach Feiern zumute. Wieder kurz vorm Hitzschlag halten wir uns nur kurz im Zielbereich auf und bummeln zum Camp.

Und auch dort wird meine Stimmung eher gedrückt. Die letzte Etappe hat wie erwartet einige Stürze gebracht und es tut weh die Verletzten im Camp zu sehen.

Wir sparen uns diesmal die Pasta-Party und verabreden uns zum Pizza-Essen. Schöner Abschluss mit den üblichen Verdächtigen: Attacke aus dem D-Block (Corinna und Sandra), Prinzenpaar (Anke und Stefan) und Hürzi-Jäger (Martin und Thomas) und natürlich 2. Versuch (Markus und ich).

Die abschließenden Siegerehrungen und vor allem die Finisher-Trikot-Übergabe gibt’s am Strand von Bibione, und ja, so langsam kommt Freude auf …

Bibione

Finisher!

Bibione


Stage8: Busfahrt Bibione – Oberammergau

Das Frühstück ist uns zu weit weg vom Camp – so suchen wir uns eine Bäckerei und trinken noch ein paar Cappuccinos.

Bibione - Warten auf den Bus

Die Rückfahrt ist schrecklich. Die Klimaanlage im Bus funktioniert nicht und wir kleben an den Sitzen. Zudem bekommt der Bus vorm Brenner Temperaturprobleme. Nach kurzem Zwischenstopp schaffen wir den Brenner, doch vom Inntal nach Seefeld halten wir plötzlich und unerwartet mitten auf der Strasse. Das war’s wohl. Doch Lorenz – unser Schweizer Busfahrer – gibt kräftig Gas und bekommt die Karre wieder ans Laufen. In Zeitlupe schleichen wir den Pass rauf, doch der Bus schafft es bis Oberammergau. Hier noch Räder abholen, verabschieden und mit dem Auto zurück über Darmstadt nach Ffm.


Fazit

Das war sie also, meine 3. Jeantex Tour Transalp. Nach 2x Mixed diesmal als Herren-Team. Mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden, auch weil ich oft am Limit gefahren bin und deshalb kaum mehr drin war. Wir haben sehr gut als Team harmoniert, danke Markus. Und das Wichtigste: Wir sind (bis auf Britta) alle heil und ohne Sturz durchgekommen, was gerade bei der letzten Etappe nicht selbstverständlich war.

P.S.: Weitere Bilder gibt's hier.